interessengemeinschaft pankow-heinersdorfer bürger  e.V.

 

ipahb e.V. - Tiniusstr. 9 -11 Haus 4 - 13089 Berlin  Sprechzeiten:  1. Montag des Monats von 18:00 - 19:00 Uhr

NEIN

zur Ahmadiyya - Sekte

in Pankow-Heinersdorf !

„Wir sind Pankow !“

 

 

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Externe Links:

 

Weblog von

Frau Dr. Schröter

 

                           "Eure Toleranz wird

                         uns muslimische Frauen

                              noch umbringen.

 

                                  Dieses naive

                         Toleranzverständnis von

                              vielen politischen

                              Sonntagsrednern

                                   schadet uns.

 

                          Uns türkischen Frauen

                           wäre viel Leid erspart

                         geblieben, wenn man in

                         Deutschland mehr über

                                den Alltag von

                           muslimischen Frauen

                                 geredet hätte."

 

                                   Serap Çileli

 

                        Die türkische Schriftstellerin

                         im Hamburger Abendblatt

                                 vom 08.07.2006

 

                             „50 verlorene Jahre“

                         Die Folgen einer fehlenden

                                 Integrationspolitik.

 

                                Aus der Rede von

                                     Serap Cileli

                                   anlässlich der

                                  Preisverleihung.

Robert Spencer

 

geb.1962 ist ein

US-amerikanischer Schriftsteller und Religionswissenschaftler. Er hat bisher insgesamt fünf Bücher veröffentlicht,

in denen er sich vor allem mit dem Islam und dem Dschihad auseinander- setzt.

Bericht von der Diskussionsveranstaltung „Anti-islamische Bewegungen in Deutschland“

vom 09.10.09 im Café „Multi-Kulti“ OASE    (von B. Schallert)

 

Bereits an der Eingangstür des Café Multi-Kulti war ein Schreiben angebracht auf welchem der Veranstalter auf sein Hausrecht hinwies und mitteilte, daß er davon Gebrauch mache, wenn Personen von Organisationen und Vereinen

mit rechtsextremistischen, rassistischen, antisemitischen Inhalten an der Veranstaltung teilnehmen sollten.

Diese würden bei „Notwendigkeit“ ausgeschlossen oder ihre Teilnahme gänzlich abgelehnt werden.

 

 

    Veranstaltungsreihe "Der Islam zwischen friedlicher Religion und politischen Machtanspruch"

 

    Spätestens seit den Terroranschlägen des 11. September ist der Themenbereich Islam im

    Westen überwiegend negativ besetzt und emotional aufgeladen. So wird zum Beispiel die

    Debatte über die zunehmende Präsenz von Moschee-Neubauten in Deutschland schon

    lange nicht mehr rein sachlich geführt, sondern beinhaltet auch Vorurteile und Ängste.

 

    In diesem Stimmungsfeld konnten sich alte wie neue anti-islamische Bewegungen etablieren,

    die mittlerweile bei weiten Teilen der Bevölkerung Resonanz finden. Anhand des Konflikts um

    den Bau der Moschee in Pankow-Heinersdorf behandeln wir in unserer Veranstaltung die

    verschiedenen Aspekte dieses aktuellen Phänomens.

 

    Welche unterschiedlichen Anti-islamischen Strömungen haben sich in den letzten Jahrzehnten

    herausgebildet, wie lassen sie sich differenzieren? Wer sind die Drahtzieher und welches Ziel

    verfolgen sie? Wie reagiert vor allem die Politik in Deutschland und Europa auf diese Heraus-

    forderung? Dies sind einige der Fragen, mit denen wir uns beschäftigen wollen.

 

    http://www.oase-berlin.org/modules.php?op=modload&name=pages01&file=index&req=voir&id=76&img=

 

 

 

Beim Betreten des Raumes war auf Großbild „Islamfeindschaft in Deutschland“ zu lesen. Es war also von vorn herein

klar, in welche Richtung diese Veranstaltung gehen sollte. Im Podium saß Herr (Dr.) Widmann vom Zentrum für

Antisemitismusforschung der TU Berlin sowie der Imam der Ahmadiyya-Sekte aus Pankow-Heinersdorf, Herr Tariq. Offensichtlich hatte die Ahmadiyya explizit eine Einladung zu dieser Veranstaltung erhalten, während die ipahb

bewußt ausgeschlossen werden sollte. Dies gelang jedoch nicht.

 

Zunächst hielt (Dr.) Widmann seinen „Vortrag“, der nur so vor Klischees und Propaganda strotzte.

Es war unerträglich, ihm zuzuhören und noch unerträglicher, daß einige Teilnehmer ihm ständig durch Kopfnicken zustimmten und der Meinung waren, dass die „islamfeindliche Bewegung“ mittlerweile die größte Gefahr für

Deutschland ist, die es unbedingt zu bekämpfen gilt.

 

Leider, ja leider, entwickelt sich die Islamfeindschaft in letzter Zeit sehr rasant. Dies konnte man auch am Samstag merken, als der „islamfeindliche Verein Pax Europa“ zu einer Demonstration in Berlin aufgerufen hatte. Zum Glück

war die Teilnehmerzahl trotz zahlreicher Aufrufe im Internet, allen voran dem rechtsextremen Blog „Politically Incorrect“, nicht so hoch. Aber was ist Islamfeindlichkeit? (Dr.) Widmann definierte Islamfeindlichkeit so:

 

„Es ist ein Komplex von Gefühlen, Überzeugungen und Handlungsmotiven, die sich pauschal gegen Muslime richten“

 

Wie kann es zu Islamfeindlichkeit kommen, was sind die Motive dafür?

Darauf wußte Herr (Dr.) Widmann 3 Punkte zu nennen:

 

1. die Überzeugung, daß der Islam und somit die Muslime das radikale Gegenbild zu unserer Gesellschaft seien

2. der Islam dem Wesen nach eine nach der Weltherrschaft strebende Religion zu sein und Islamfeinde das

   „Ziel“ verfolgen, die Religionsfreiheit einzuschränken

3. die Muslime häufig der Täuschung/Verstellung der „Taqiyya“ beschuldigt werden

 

Zum Punkt 2 hat er anhand von 2 Karikaturen noch veranschaulicht, „The other Islamic Bomb“ und „Eurabia-Taliban“. Gerade die Karikatur „The other Islamic Bomb“ löste bei einigen Teilnehmern blankes Entsetzen aus, da (Dr.) Widmann erklärte, hier werde den Muslimen das Menschsein abgesprochen. Dies zeige sich daran, daß die Hände nur als Skelett um die Bombe dargestellt werden.

 

Bei Islamfeindlichkeit handelt es sich um eine Ideologie, da es sich dabei um eine eigene Gedankenwelt und eine geschlossene Gesellschaft handelt. Die Ausbreitung dieser Ideologie kann gestoppt werden, auch wenn sich schon

eine große Zahl von islamfeindlichen Vereinen und Organisationen gegründet haben. Als Beispiel nannte (Dr.) Widmann PRO- Köln, PAX Europa und Politically Incorrect. Sie sähen sich als Tabubrecher, dies sei ihr Selbstbild, welches nicht zuletzt klassische rechtspopulistische Propaganda darstelle.

 

Nun kam (Dr.) Widmann zu den unterschiedlichen Formen der Islamfeindlichkeit, die er in 3 Bereiche einteilte:

 

1. Organisationen (regional und überregional)

2. Publizistik

3. Internet

 

1. Zu den überregionalen Organisationen gehören unter anderem PAX Europa und PRO Köln.

(Dr.) Widmann teilte mit, daß diese Organisationen ganz, ganz weit rechts des politischen Spektrums einzuordnen sind. Um dies zu untermauern, wurden die Lebenläufe von M. Beisicht und M. Rohus zerpflückt und in welchen Parteien/Organisationen sie mal tätig waren. Ebenso erfolgte der Hinweis, daß PRO Köln vor dem Verfassungsgericht gescheitert ist, aus dem Verfassungsschutzbericht NRW unter der Rubrik Rechtsextremismus gestrichen zu werden. Er teilte den Anwesenden allen ernstes mit, es würden Verbindungen von PRO Köln bis nach Pankow bestehen !???

Der Rechtsextremismus erfährt derzeit eine Modernisierung, welche als Bürgerbewegungen getarnt seien, Muslime sind die neuen Juden und die Israelfahne wird auf Veranstaltungen lediglich mißbraucht, um nicht der rechtsextremen Szene zugeordnet werden zu können. Es gäbe jedoch auch ein bürgerliches Spektrum, welches in den rechten Flügeln der katholischen und evangelischen Kirche sowie in Parteien wie der CDU zu finden ist.

 

Nun kam (Dr.) Widmann zu PAX Europa. Er legte erst mal dar, aus welchen beiden Vereinen PAX Europa entstanden ist und wer die Gründer dieser beiden Vereine sind. Udo Ulfkotte bezeichnete er als rechtspopulistisch, Willi Schwend gar als „gefährlich“, da er eben nicht wie ein Rechtsextremer wirke und somit viele Menschen von der Ideologie „Islamfeindlichkeit“ überzeugen könne. Der Bundesverband der BPE hat mittlerweile auch einige Landesverbände gegründet, so auch in Berlin. Der Vorsitzender sei der CDU-Abgeordnete René Stadtkewitz und sein Stellvertreter der Chef des ipahb e.V. Joachim Swietlik und somit sei der Landesverband Berlin-Brandenburg eine rein  „Heinersdorfer Veranstaltung“, die sich rechtspopulistischer Propaganda bediene.

PAX Europa führt deutschlandweit diverse Aktionen durch, wie z.B. die Demonstration am 3.10.09 in Berlin, an der „zum Glück“ nur 100 – 150 Menschen teilgenommen hätten und auch hier die Israelfahne mißbraucht wurde. Dann gäbe es noch Plakataktionen in Köln und Bonn, bei der auf Großplakaten dazu aufgerufen wird, den Koran zu lesen und einzelne Koransuren „aus dem Kontext gerissen“ zitiert werden. Dies sei ebenfalls rechtspopulistische Propaganda, da nur Auszüge aus dem Koran zitiert werden, die „der Sache dienlich“ seien. Diese Suren wären aus dem Kontext gerissen worden und könnten nur im Zusammenhang richtig verstanden werden.

 

2. Den Themenbereich Publizistik stellte Herr (Dr.) Widmann anhand des Buchmarkts dar. Mittlerweile gibt es in jeder Buchhandlung sogenannte Themeninseln, auch in Bezug auf den Islam. Er nannte Autoren wie Udo Ulfkotte und Hans-Peter Raddatz, deren Bücher nur so mit rechtsextremen Inhalten gefüllt seien. Ebenso wußte Herr (Dr.) Widmann zu berichten, daß H.-P. Raddatz als „stiller Berater“ für PAX Europa gelte. Um den rechtsextremen Inhalt von Büchern zu untermauern, wurden 6 Buchcover von Hans-Peter Raddatz gezeigt:

 

1. Von Allah zum Terror

2. Allahs Frauen

3. Allahs Schleier

4. Allah und die Juden

5. Iran

6. Die türkische Gefahr?

 

Es gäbe aber auch „teilweise seriöse Literatur“, wie z.B. von Ayaan Hirsi Ali oder Necla Kelek, aber auch diese würden sich rechtspopulistischer und islamfeindlicher Standpunkte bedienen.

 

3. Bezüglich der Internet-Islamfeindlichkeit nannte (Dr.) Widmann ebenfalls wieder 3 Beispiele dafür. Diese waren die Internetportale von:

 

1. Politically Incorrect

2. Akte Islam

3. Grüne Pest

 

Zu Politically Incorrect äußerte (Dr.) Widmann, daß dies ein islamfeindlicher Internet-Blog am äußersten rechten Rand sei. Anhand eines Screenshots von PI, der natürlich „rein zufällig“ mit einem Beitrag über René Stadtkewitz unter dem Titel „Ein CDU-Mann spricht Klartext“ titelte, versuchte (Dr.) Widmann gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen können.

 

PAX Europa und René Stadtkewitz waren bereits als islamfeindlich und rechtsextrem gebrandmarkt worden, nun konnte die „Verflechtung“ von PI und PAX Europa auch noch bewiesen werden und jeder Teilnehmer konnte so sehen, wie ein rechtsextremer CDU-Abgeordneter aussieht. (Dr.) Widmann sagte: „Hier sehen Sie einen Screenshot von PI, und das auf dem Bild ist übrigens René Stadtkewitz, der Vorsitzende des Landesverbandes Berlin von PAX Europa und CDU-Abgeordneter.“

Es hatte für einige Besucher der Veranstaltung fast den Anschein des Aufrufs zur Lynchjustiz.

 

Der Screenshot von „Akte Islam“, die von Udo Ulfkotte betrieben wird, wartete mit der Nachricht „Magdeburg: Irrer Türke Cengiz K. ersticht hochschwangere Ehefrau“ auf. (Dr.) Widmann ließ die Teilnehmer dann auch wissen, daß allein die Überschrift (Irrer Türke) schon rassistisch sei.

 

Zum Screenshot von „Grüne Pest“, auf dem der Aufruf zur Kundgebung am 03.10.09 zu sehen war, wußte (Dr.) Widmann zu berichten, daß der Name ganz bewußt so gewählt wurde: Grün steht für den Islam und Pest für eine todbringende Krankheit. Damit wird suggeriert, daß der Islam eine todbringende Krankheit ist.

 

In seiner Zusammenfassung teilte (Dr.) Widmann den Teilnehmern mit, daß es in der Bevölkerung ein nicht unerhebliches Potenzial für Islamfeindlichkeit gibt (welches unbedingt gestoppt werden müsse – es wurde so zwar nicht wort-wörtlich so gesagt, wäre aber die logische Schlußfolgerung seiner Ausführungen). Der Grund dafür liege darin, daß derzeit eine soziale Umwandlung unserer Gesellschaft stattfinde. Ganz schlau war noch die Aussage, daß „nicht die gescheiterte, sondern sich gerade vollziehende Integration Angstzustände hervorrufe“ und darin die Islamfeindlichkeit begründet sei. Damit schloß (Dr.) Widmann seinen Vortrag, der über eine Stunde dauerte und von unzähligen, quälenden „äh“ und „äähs“ durchzogen war, die einem an Vorträge und Vorlesungen gewöhnten Dozenten einfach unwürdig waren.

 

Von den Organisatoren gut platziert, konnte nun Ahmadiyya-Sekten-Imam Tariq zu Wort kommen. Es wurden ihm vorbereitete Fragen über deren Inhalt er mit allergrößter Wahrscheinlichkeit informiert war gestellt. Man wollte ihn ganz offensichtlich „gut aussehen“ lassen und ihm die Möglichkeit einräumen, sich und seine Gemeinde bestens darzustellen. Vollkommen am Thema der Veranstaltung vorbei, lautete die erste Frage: Wie wird man Imam? Tariq antwortete zunächst, daß es sich dabei um eine Art Widmung handle (gemeint ist wohl die (Ein)Berufung), wollte jedoch alle Teilnehmer an seinem Lebenslauf teilhaben lassen. Dann wurde Tariq gefragt, wie er die Ablehnung in Pankow-Heinersdorf empfunden habe. Ja, das war ein schockierendes Erlebnis, er wird den 30.03.2006 nicht so schnell vergessen, als die Vorstellung der Baupläne bei der Heinersdorfer Bevölkerung erfolgen sollte. Er habe so viel Hass und Fremdenfeindlichkeit in den Augen gesehen sowie der Ruf „Wir sind das Volk“. Es lag eine aggressive Stimmung vor, worauf die Polizei die Veranstaltung dann abgebrochen habe, da die Sicherheit nicht mehr gewährleistet werden konnte.

 

Weiter wurde Tariq gefragt, warum die Moschee denn in Heinersdorf gebaut wurde, worauf er antwortete, daß Heinersdorf nicht der Wunschstandort war. Am liebsten wäre der Ahmadiyya ein Grundstück im Wedding oder in Reinickendorf gewesen, dort waren aber keine Grundstücke verfügbar, worauf ihnen „eine Behörde“ das Grundstück in Pankow-Heinersdorf anbot. Bis dahin wußte man noch nicht mal, daß es überhaupt ein Heinersdorf gibt. Aber der Islam ist ja eine friedliche Religion.

 

Nun kam der Zeitpunkt der Fragerunde. Als erstes fragte eine junge Frau, warum Islamfeindlichkeit nicht als Kulturrassismus bezeichnet wird, was es doch ihrer Auffassung nach auch ist?

(Dr.) Widmann sagte, daß man Islamfeindlichkeit durchaus als Kulturrassismus bezeichnen könnte, die junge Frau, die ganz offensichtlich dem linken Spektrum zuzuordnen war, lehnte sich zufrieden zurück. Ein anderer Teilnehmer hatte weniger eine Frage, sondern bei privaten Recherchen festgestellt, dass es seinem Verständnis nach eine ideologische Verbindung der Ahmadiyya-Sekte zur terroristischen Muslimbruderschaft gäbe, die er in der Verwendung der gleichen Schriften als bewiesen betrachte. Ausschlaggebend für seine Anschuldigungen ist die internationale Homepage der Ahmadiyya-Sekte (www.alislam.org) auf der die Schriften des weltweit bekannten Muslimbruder A. Al-Madudhi zu lesen sind. Trennt man die Adresse der Ahmadiyya Page www.alislam.org durch einen Bindestrich in www.al-islam.org gelangt man umgehend auf die Homepage der Muslimbruderschaft. Solle dies wirklich nur ein Zufall sein ?!

Von dem Herrn wurde ebenfalls darauf hingewiesen, daß er auf diese Verbindung schon mehrfach, bei diversen Institutionen und Parteien hingewiesen und nachgefragt habe, er aber immer nur vertröstet worden ist und bislang nie eine Antwort bekommen hat. Dies gelte im übrigen auch für das Zentrum für Antisemitismusforschung. Auch von ihnen hat er bislang keinerlei Antwort oder Stellungnahme diesbezüglich erhalten.

 

Zwischendurch kam es fast zu einem kleinen „Eklat“. Ein Teilnehmer  „murmelte“ etwas und (Dr.) Widmann fragte nach, wie er das denn meinte. Den Teilnehmer hielt es nun nicht mehr und er fragte ganz offen, ob (Dr.) Widmann dem linken Spektrum zuzuordnen sei, da er die ganze Veranstaltung über alle Islamkritiker pauschal als „rechtsextrem“, „rassistisch“ und „fremdenfeindlich“ bezeichnet hatte. Das Entsetzen über diese Frage war (Dr.) Widmann deutlich im Gesicht abzulesen, er verneinte vehement und nachdrücklich dem linken Spektrum anzugehören.

 

Ein anderer Teilnehmer hielt Schriften der Ahmadiyya in die Runde und erläuterte in kurzen Worten was die Inhalte der Schriften sind. Daraufhin wurde er von einer der beiden Moderatorinnen „an die kurze Leine genommen“ und ihm das Wort abgeschnitten. Es war ganz offensichtlich  nicht erwünscht, dass bei dieser Veranstaltung auf die offensichtlich verfassungsfeindlichen Inhalte der Ahmadiyya-Schriften aufmerksam gemacht werden sollte. Es gab die weitere Frage, warum es rechtlich keine Einschränkung bzw. Unterbindung der Islamfeindlichkeit gäbe, sowie den Vorwurf, die Politik schaue bei dieser „Problematik“ bewußt weg. Ansonsten müßte doch etwas „staatspolitisch“ von der Regierung dagegen unternommen werden.

 

Dann wurde Joachim Swietlik das Wort erteilt. Während er sich vorstellte, entglitten (Dr.) Widmann sämtliche Gesichtszüge, da er den Namen zwar mehrfach in seinem Vortrag erwähnt hatte, aber offenbar nicht wußte,

welches Gesicht sich dahinter verbirgt und dieser ihm die gesamte Veranstaltung fast gegenüber saß. Zunächst

wurde von J. Swietlik Kritik am Veranstalter geübt, der zwar Imam Tariq offiziell eingeladen und am Podium platziert hatte, Vertreter der ipahb aber bewusst außen vor lassen wollte. Es wäre anständig und fair gewesen, beide

beteiligten Seiten des „Heinersdorfer- Moschee- Konfliktes“ einzuladen und nicht nur eine. So aber habe die Veranstaltung einen mehr als faden Beigeschmack.

 

Dann wurde die Aussage von (Dr.) Widmann korrigiert, auf der PAX- Europa- Veranstaltung am Samstag wären nur 100– 150 Teilnehmer dabei gewesen. Laut  Angaben der Polizei und des RBB waren es ca. 300 Teilnehmer.

J. Swietlik gab ihm in soweit Recht, als das selbst die korrigierte Teilnehmerzahl von 300 auch in seinen Augen zu

wenig sei, er versprach ihm jedoch, dass PAX- Europa die Veranstaltung in den kommenden Jahren wiederholen

würde und er sich darauf verlassen könne, dass man dann mit erheblich mehr Teilnehmern rechnen müsse.

Die Glaubwürdigkeit von (Dr.) Widmann war somit ein erstes Mal ins Wanken geraten. Auch bei den weiteren Ausführungen von J. Swietlik konnte (Dr.) Widmann nur schlucken, er konnte keinerlei ernsthafte Gegenargumente

bringen und bei so manchem „neutralen“ Besuchern gab es offenbar eine Art  „Aha - Erlebnis“ (ungläubiges Staunen

in den Gesichtern, daß die Aussagen von (Dr.) Widmann widerlegt werden konnten). Ebenso wurde (Dr.) Widmann

vorgeworfen, Propaganda zu äußern, da er in keiner Weise differenziere, sondern pauschalisiere und er somit selbst,

mit den gleichen Methoden und Vorgehensweisen arbeite, die er den Islamkritikern vorwerfe. Daraufhin sah er sich

genötigt, noch eine Unterscheidung zwischen Kritik und Feindschaft zu definieren und meinte, Kritik sei, wenn:

 

1. Akteuere (Einzelpersonen) kritisiert werden

2. Einzelorganisationen kritisiert werden

3. kein schwarz-weiß-Denken erfolge        sowie

4. keine doppelten Standards (mit zweierlei Maß messen) bedient werden

 

Gerade mit dieser Unterscheidung zwischen Kritik und Feindschaft hat Herr (Dr.) Widmann mehr als deutlich gemacht, daß er Islamkritiker zu seinen Feinden zählt. Denn er hat zwar einzelne Personen und Organisationen als Beispiele genannt, die Motivation, Denk- und Handlungsweisen jedoch auf alle Islamkritiker bezogen und somit sehr wohl pauschalisiert. Ganz besonders pauschal scheint für (Dr.) Widmann zu sein, daß Islamkritiker „Rechtsextreme“ und „Rassisten“ sind, wie er anhand seines Beispiels der „rechten Flügel der katholischen und evangelischen Kirche sowie der Parteien“ sehr deutlich äußerte.

 

Er schreckte noch nicht einmal davor zurück, Menschen, die den islamischen „Kulturkreis“ bestens kennen weil sie ihm entstammen, ebenso des „Rechtspopulismus“ zu bezichtigen. Namentlich genannt wurden z.B. Ayaan Hirsi Ali, Syran Ates und Necla Kelek. Zu letzterer verstieg er sich sogar zu der Behauptung, diese sei nur Publizistin und somit nicht kompetent und er könne in keiner Weise nachvollziehen, warum sie zur Islamkonferenz von Bundesinnenminister Schäuble eingeladen wurde. Es hätte weitaus kompetentere Kandidaten gegeben. (Sicher dachte er beispielsweise an unkritische „Islamversteher“ wie ihn selbst)

 

Von einer persönlich betroffenen  Heinersdorferin angesprochen auf den Umstand, dass im sogenannten Dialog mit muslimischen Gruppen und Organisationen, der häufig deshalb zum „Dialüg“ mutiert, weil auf muslimischer Seite oft

vom Prinzip der Taqyyia (Verstellung oder Täuschung) Gebrauch gemacht wird war (Dr) Widmann besonders empört.

Dies sei ein Mythos der von Islamgegnern gern benutzt wird, um jegliche Auseinandersetzung mit Muslimen von vornherein zu diskreditieren. Vom Inhalt der Sure: „… Allah selbst ist der größte Listenschmied.“ war (Dr) Widmann wahrscheinlich auch nichts bekannt und wenn doch, „… alles nur islamfeindliche Propaganda.“

 

Wäre ich nicht selbst bei dieser Veranstaltung anwesend gewesen und jemand hätte mir vom Ablauf und den Äußerungen so berichtet, ich hätte es nicht glauben wollen oder können. So aber bin ich wieder um eine Erfahrung reicher.