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Der Kommentar
Wie Barino Islamist wurde Kommentar zur Dokumentation Koran im Kopf
VON TOBIAS KAUFMANN, 03.08.07
Nah dran zu sein - das ist die Stärke von guten TV-Dokumentationen. Nah dran an Phänomenen, an die der Zuschauer so nicht herankommt - oder an die er sich nicht herantraut. „Koran im Kopf“ von Antonio Cascais und Marcel Kolvenbach ist so eine Dokumentation. Sie erzählt, wie der Kölner Moslem Barino B. zum Islamisten wurde. Fast zwei Jahre haben die Journalisten den jungen Mann mit der Kamera begleitet, sie haben beobachtet, Fragen gestellt, zugehört. Trotzdem wahrt der Film Distanz. Weder geht er dem Protagonisten auf den Leim, noch macht er ihn durch direkte Kritik zum Märtyrer. Er berichtet einen Einzelfall, der dennoch repräsentativ ist für jenes Milieu junger Muslime, aus dem sich die vielfältigen islamistischen Zirkel in Europa rekrutieren.
Barino ist nicht als Moslem geboren. Er ist Sohn eines ägyptischen Kopten und einer deutschen Katholikin. Auf seiner Suche nach einem Glauben, der zu ihm passt, findet er als Teenager zum Islam. Was ihn mit seinen „Brüdern“ verbindet, ist die Überzeugung, ein „vollkommener Moslem“ werden zu wollen - keiner, der in die Moschee geht, aber trotzdem in einer Bank arbeitet. Barino vertieft sich in die Quellen, sucht Rat in den Sendungen saudi-arabischer Imame, die per Satellit oder übers Internet in Deutschland empfangbar sind. Kann er mit Christen und Juden befreundet bleiben? Solche Fragen bespricht er auch in der Abu-Bakr-Moschee in Köln-Zollstock, die als ein Treffpunkt der hiesigen Muslimbruderschaft gilt und zu einem Zentrum von Barinos Leben wird. „Wer auch nur einen Buchstaben aus dem Koran weglässt“, erklärt der junge Prediger Khalid, der Barino prägen wird, „der hört auf, ein Moslem zu sein.“
Der Film beginnt mit einem zweifelnden jungen Mann und endet mit einem, der sich sicher ist. „Darüber muss man nicht diskutieren“ ist sein Credo geworden. Unstrittig ist für ihn, dass die Scharia das einzige legitime Recht ist, dass der Koran Wort für Wort von Gott gegebene Wahrheit ist, dass Töten im Namen des Islam erlaubt ist. Barino fühlt sich von dem Film korrekt widergegeben. Unzufrieden ist er damit, dass Cascais deutliche Aussagen zu Themen wie dem „Heiligen Krieg“ herausgeschnitten hat, um Barino zu schützen. Er selbst hält das für überflüssig, er hat keine Angst davor, ins Visier der Staatsanwaltschaft zu geraten. „Ich vertraue ganz auf Gott“, sagt er im Gespräch mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Mit offenen Worten möchte er die Muslime „aufwecken“, anstacheln, mehr zu tun, um dem Willen Allahs zu entsprechen. „Alles, was dem Islam zum Sieg verhilft, ist legitim. In der gegenwärtigen Gesellschaft sind Anschläge wie die Kofferbomben aber kontraproduktiv.“
Cascais möchte Menschen aufwecken !
Auch Cascais möchte Menschen aufwecken. Sie sollen nicht die Augen verschließen vor dem, was in deutschen Moscheen vor sich geht. Auch nicht aus Toleranz. Cascais ist nicht islamfeindlich. Er ist in Portugal geboren, spricht sechs Sprachen, hat sich über Jahre ebenso mit dem Leben von Migranten beschäftigt wie mit Rechtsextremismus. Dem Islamismus konnte er nicht ausweichen. Cascais nähert sich dem Thema als geduldiger Reporter. Unangemeldet in Schuhen in eine Moschee zu stürmen und sich die Kamera kaputtmachen zu lassen, ist seine Sache nicht. Unzählige Stunden hat er in der Abu-Bakr-Moschee gesessen. Seine Gesprächspartner respektieren ihn. „Es ist ein Vorurteil, dass diese Menschen sich in Hinterhofmoscheen abschotten und nicht mit uns reden wollen“, sagt Cascais. „Sie sind sehr daran interessiert, sich zu erklären.“ So wie Barino.
Die Erklärungen junger Islamisten sind nichts, was man sich gerne ansieht. Aber nur, wer die Nahaufnahme an sich heranlässt, kann falsche Schlüsse vermeiden—wie jenen, dass es Wut über politische Entscheidungen ist, die Menschen wie Barino B. radikalisiert hat. „Sie wurden nicht unterdrückt oder angegriffen. Ihnen geht es nicht um den Irak oder Afghanistan“, sagt Cascais. „Sie haben einen theologischen Anspruch und religiöse Motive.“ Was verdeutlicht, wie sehr die jungen Radikalen eine theologische Herausforderung für die muslimische Gemeinschaft sind. Denn die Vertreter der großen Migrantenorganisationen haben Barino nichts zu sagen. „Für die ist der Islam eine rein kulturelle Angelegenheit“, sagt der 22-Jährige. „Die haben keine Quelle auch nur annähernd studiert.“
Cascais gibt zu, rat- und fassungslos zu sein angesichts der Entwicklung, die sein Film dokumentiert. Barino hat dieses Problem nicht. Er hat seine Antwort auf alle Fragen gefunden. Sie kommt, da ist er sicher, von Allah. ——————————————————————————————————————————————————————————————————
Demagogie statt Debatte Berlin, den 04.04.2007
Frau Integrationssenatorin von Berlin Knake-Werner beschwerte sich gestern im Deutschlandfunk über die Strafanzeigen, die mehr als dreißig Pankower Bürger gegen die Politikerin gestellt haben. Sie hatte in öffentlichen Äußerungen das Rechtsstaatsprinzip der Unschuldsvermutung ausgehebelt, als sie Bürger, die anders denken als sie, der Brandstiftung bezichtigte.
Was war geschehen? Feuer aus. Aufmerksame Heinersdorfer bemerkten den Brand, alarmierten die Feuerwehr und verhinderten größere Schäden. Polizei und Staatsschutz ermitteln, haben aber seit zwei Wochen keinerlei Hinweise auf die Täter, die keinerlei Spuren hinterließen. Von daher war es mehr als verwunderlich, dass die Polizei in einer ersten Presseerklärung von einer politisch motivierten Tat sprach, ohne die geringsten Beweise dafür liefern zu können. Das Feuer, das am Anfang von den Baustellenbetreibern noch als normales Vorkommnis auf einer Baustelle bezeichnet worden war, entfachte hysterische Reaktionen bei Politikern. Durch deren Presseerklärungen avancierte es für zwei Tage zum Berliner Medienereignis. Dabei wurde allen Kritikern der Ahmaddiya, die besorgt sind wegen der offen frauenfeindlichen, antichristlichen und latent antisemitischen Äußerungen von Gemeindemitgliedern, unisono unterstellt, ihr Protest habe die Brandstiftung begünstigt. Frau Senatorin Knake-Werner ging allerdings noch einen Schritt weiter zur Verleumdung und Herabwürdigung der Bürgerinitiative gegen den Bau des Gemeindezentrums. Im Stile kommunistischer Agitatoren wies sie, ohne den geringsten Bewies zu haben, die Schuld für diesen „feigen Anschlag“ direkt der Bürgerinitiative zu und brachte sie gleichzeitig mit der NPD in Verbindung. Eine solche Entgleisung ist keine bloße Verletzung des guten Geschmacks, sondern ein Angriff auf unsere Demokratie, die allen Bürgern Rechtssicherheit gewährt. Das die grundlosen Anschuldigungen von einer regierenden Politikerin kommen, wiegt doppelt schwer. Frau Knake- Werner missbraucht ihr Amt und die Öffentlichkeit, die sie damit erzielt, um Andersdenkende zu diskreditieren und so mundtot zu machen. Damit beschädigt sie das Amt, das sie bekleidet. Politische Folgen braucht Frau Knake-Werner nicht zu befürchten. Bleibt zu hoffen, dass sie von der Justiz in die Schranken gewiesen wird.
Vera Lengsfeld ——————————————————————————————————————————————————————————————–———- Reinkarnation der Blockparteien ?
Parteienbündnis gegen Moscheegegner
Totgesagte leben ja bekanntlich länger und so könnte mit der Bildung eines Parteienbündnisses gegen Moscheegegner, bestehend aus Grüne, SPD und Linkspartei.PDS eine Wiedergeburt der "Blockparteien" nach DDR-Muster im Berliner Stadtteil Pankow gelungen zu sein. Ältere Pankower werden sich ja noch an diesen Begriff erinnern - jüngere hingegen, werden wohl Hilfe bei Wikipedia suchen. Fest steht aber in jedem Fall: Das methodische Repertoir der Politik - anders Denkende auszugrenzen und parteiinterne Abweichler "auf Linie" zu bringen, scheint offensichtlich nicht sehr reichhaltig zu sein. Und was das alles mit Demokratie zu tun hat, das sollte man den Pankower Bürgern vielleicht mal anläßlich von öffentlichen Sprechstunden des Bezirksamtes oder bei der BVV erläutern. Nur eines sollten die Agierenden dabei beachten. Nach dem Energierhaltungssatz, einem der wichtigsten Erhaltungsätze der Physik, erzeugt bekanntlich jeder Druck einen Gegendruck und so könnte die Sache am Ende vielleicht doch im Wahrsten Sinne des Wortes "nach Hinten los gehen" - aber natürlich nur in der Physik !
Der kleine Physiker —————————————————————————————————————————————————————————————————–- „Blinder Volkszorn“ gegen Religionsfreiheit ?
Der Beitrag, des am 13.04.2006 um 21.45 Uhr in der ARD ausgestrahlten RBB-Magazins „Kontraste“, unter dem Titel "Blinder Volkszorn gegen Religionsfreiheit" verrät wieder einmal deutlich, was die TV-Sendeanstalten unter objektiver, unvoreingenommener und umfassender Berichterstattung verstehen. Die Bürgerinnen und Bürger Pankow-Heinersdorfs werden in unerträglicher Art und Weise verunglimpft. Es werden zielgerichtet nur jene Wortmeldungen gesendet, die einerseits von emotional aufgewühlten Personen stammen oder andererseits von Zeitgenossen, die sich als Pankow-Heinersdorfer weder repräsentativ noch vorteilhaft äußern. Das unter Zeugen ebenfalls aufgenommene Bild- und Tonmaterial des RBB, dass Wortmeldungen von Bürgern enthält, die sich ruhig und sachlich zum Thema des Moschee Baus und der Ablehnung durch die Bürger äußern, wird dem Fernsehpublikum bewusst vorenthalten. Dieses Vorgehen ist schlichtweg "Manipulation durch Weglassen" und somit Krawall-Journalismus der übelsten Art ! Da werden Bürger, die nichts anderes tun, als ihr verfassungsmäßig garantiertes Recht auf Meinungsfreiheit, sowie Versammlungsfreiheit wahrzunehmen, als „Blinder Volkszorn“ herabgewürdigt. Man erinnere sich, jene Bürgerinnen und Bürger aus Pankow-Heinersdorf wurden auch schon als Mob, Gesindel, Pöbel und kleinbürgerlich-egoistische sowie weltfremde Hinterwäldler bezeichnet und all das von Medien, die sich selbst auf die Fahnen geschrieben haben, überparteilich und unabhängig zu sein. Genau jene Bürger, die über ihre GEZ- Gebühren, die Herrschaften hinter den Mikrofonen, den Kameras und in den Redaktionen der ARD finanzieren, müssen sich nun zum Dank für das viele Geld, dass in jene Sendeanstalten fließt, auf das übelste beschimpfen lassen. Wir sind sicher, der überwiegende Teil der Bürgerinnen und Bürger Deutschlands ist intelligent und weitsichtig genug, sich selbst ein Bild über die Vorgänge, die stellvertretend in Pankow- Heinersdorf und an unzähligen anderen Orten Deutschlands geschehen, zu machen. Überall dort wird deutlich, wie realitätsfern und rücksichtslos Politik hinter dem Rücken und über den Köpfen der Bürger hinweg gemacht wird und auch, wie sich die Medien daran beteiligen. Ist in den Redaktionen führender deutscher TV- und Printmedien niemand in der Lage, schlichte und sofort erkennbare Zusammenhänge zwischen den gewalttätigen Vorgängen an diversen Schulen mit hohen islamischen Migrantenanteil oder der zunehmenden Zahl von „Ehrenmorden“ im islamischen Migrantenumfeld zu erkennen oder ist man einfach nur zu feige ? Da macht sich ein Berliner Bezirksbürgermeister der Partei Die Linke/PDS stark, einer islamischen Sekte, einen weiteren Stützpunkt auf deren Weg zur 100. Moschee in Deutschland zu ermöglichen und übersieht dabei großzügig, dass genau jene Sekte zu fast allen Punkten des Parteiprogramms von Die Linke/PDS in direktem Widerspruch steht. Man versteckt sich hinter der schon viel zu oft strapazierten Religionsfreiheit und öffnet einer Sekte die Tür, die eindeutig anti-christlich, anti-semitisch und demokratie-feindlich ist. Was muß erst passieren, dass sich die Politik ihrer Verantwortung gegenüber ihren Wählerinnen und Wählern, in Bezug auf die innere Sicherheit und dem Erhalt ideeller und kultureller Werte, bewusst wird. Muß es erst wie unlängst in Holland geschehen, Tote geben ? Müssen erst wie vor kurzen in Frankreich, ganze Vorstädte in Flammen aufgehen ? Es gibt genug führende deutsche Sozial-, Islam- und Orientalistik-Wissenschaftler, die seit vielen Jahren warnen und von den regierenden Politikern fordern, die Probleme nicht ständig zu verniedlichen oder klein zu reden. Kann oder will man nicht hören ? Die derzeit praktizierte Integrationspolitik, ist schon vor langer Zeit gescheitert, doch das hält viele Politiker und Journalisten nicht davon ab, sich daran, wie ein Ertrinkender an einem Strohhalm zu klammern. Funktionierende Integration setzt voraus, dass diejenigen die integriert werden sollen, dies auch wollen und somit bereit sind, sich in diesen Prozess einzubringen. Wie viele der heute in Deutschland lebenden Muslime sind dazu bereit ? Es geht hier nicht darum, pauschal den Kübel über alle Muslime auszuschütten. Wer seinen Glauben lebt, um darin Zuspruch und Hilfe bei der Bewältigung seiner Probleme durch seinen Gott zu erfahren, der soll dies tun. Das dazu auch Moscheen notwendig sind, ist ebenfalls unbestreitbar. Doch wenn wie im Fall der Ahmadiyya, der Glaube scheinbar eine Frage, der Gesamtzahl an Moscheen ist und Religion somit zu einer Frage der Quantität wird, muß es den Bürgerinnen und Bürgern erlaubt sein, NEIN zu sagen.
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