interessengemeinschaft pankow-heinersdorfer bürger  e.V.

 

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         NEIN   I

zur Ahmadiyya - Moschee

in Pankow-Heinersdorf !

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Inhaltsverzeichnis

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Perspektiven für

Heinersdorf

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Die ipahb informiert

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Protesterklärung

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Mitteilungen

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Presseerklärungen

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Presseecho

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Leserzuschriften

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Der Kommentar

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Ahmadiyya-Sekte

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Ahmadiyya

Wissen-Kompakt

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Fr. Dr. Schröter

über die Ahmadiyya

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Zitate zum Islam

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BZ-Kolumne von

Bischof Dr. Huber

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Arbeitskreis

Religiöse

Gemeinschaften

der EVK

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Spiegel - TV Filmbeitrag

der 4. DEMO

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Zeit.de - Kurzfilm

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Reden von Mitgliedern der ipahb

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Schriftverkehr

zwischen der SPD

NordOst und

Fr. Dr. Schröter

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Brief einer Bayerischen Künstlerin an Bürgermeister

K. Wowereit

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Offener Brief an

Bürgermeister

M. Köhne

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Offener Brief an

M.Köhne,

K. Lederer,

M. Widmann,

J.-H. Kirchner

und B. Kleinert

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Impressum

 

 

Externe Links:

 

Henryk M. Broder

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Acht der Schwerter

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Gudrun Eussner

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AmCham Germany

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Amerikadienst

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Anti-Anti-

Amerikanismus

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Arabs for Israel

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Belmont Club

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Burkhard Müller-

Ullrich

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Christoph Heger

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Cicero - Magazin

für politische Kultur

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CSI Deutschland

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Den Danske

Forening

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Die Antiislamisten

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Die Grüne Pest

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German Media Watch

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Getting

America Right

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Hannes Stein

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Hard Facts

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Islam Deutschland

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Islam Watch

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Jeff Gedmin's Corner

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Joachim Steinhöfel

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Mark Steyn

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Matthias Küntzel

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Maxeiner & Miersch

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Memri

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Neues heute

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One Seat

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Ökologismus

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Politikforen

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Politikstube

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ProtestWarrior HQ

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Roundtable USA

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Station 13

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Politically

Incorrect-Gazette

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Sicherheit-Heute

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SITE Institute

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Thomas Tartsch

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Townhall

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Verein contra

Fundamentalismus

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Walid Shoebat

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Die Angst vor der Moschee in Heinersdorf                                                                                                    Die Welt vom 27.12.2006

 

Die Gemeinschaft der Ahmadiyya hat in Pankow ein Grundstück erworben, um darauf eine zweistöckige Moschee zu errichten.

Der Bezirk hat den Bau jetzt genehmigt.                          Von Jens Anker

Berlins Muslime wollen hinaus aus den Hinterhöfen. Statt in provisorischen Gebetsräumen wollen die Gläubigen in eigenen

Moscheen beten. Mehrere Gemeinden planen den Bau eigener Gotteshäuser. Neben den bestehenden am Columbiadamm in

Neukölln und einer kleinen Moschee in der Brienzer Straße in Wilmersdorf, haben vier Gemeinden derzeit fertige Baupläne.

Zwei Moscheen werden an der Wiener Straße und an der Falckensteinstraße in Kreuzberg errichtet. Der größte Streit um einen

Neubau herrscht jedoch im Pankower Stadtteil Heinersdorf. Hier hat die Gemeinschaft der Ahmadiyya ein Grundstück erworben,

um darauf eine zweistöckige Moschee samt zwölf Meter hohem Minarett zu errichten. Der Bezirk hat den Bau jetzt genehmigt.

Der Schornstein überragt alles. 40 Meter reckt er sich in den Himmel. Manche in Heinersdorf machen Witze darüber. Vielleicht

werde der Schornstein zum Minarett umgebaut, vermuten sie mit einem Augenzwinkern. Galgenhumor. Denn die Heinersdorfer

fürchten nichts mehr als das. Seitdem die Muslimbruderschaft der Ahmadiyya das Grundstück mit dem einsamen Schornstein des

ehemaligen Heizkraftwerkes an der Ecke Prenzlauer Promenade/Tiniusstraße gekauft hat, herrscht Aufruhr im nordöstlichen

Stadtteil. Die Muslime wollen dort eine Moschee bauen. Viele Heinersdorfer sind dagegen.

Inzwischen ist der Streit längst über das umstrittene Projekt hinaus gewachsen und zum Brennglas für heikle Fragen geworden:

Sind die Heinersdorfer Nazis? Importieren die Ahmadiyyaner radikalen Islamismus nach Pankow?

Herrscht Religionsfreiheit oder wird dieses Grundrecht missbraucht?

Fragen, mit denen sich Abdul Basit Tariq seit Monaten beschäftigt. Er ist der Imam der 200 Ahmadiyyaner in Berlin.

"Unsere geplante Moschee in Heinersdorf ist nur der Funke, an dem sich die Debatte entzündet hat", sagt Tariq und legt seine

Sicht der Dinge dar. "Die Heinersdorfer sind gute Leute, sie haben aber Angst vor uns." Das müsste allerdings nicht sein, sagt

Tariq, der trotz des heftigen Widerstandes nie die Ruhe verliert und freundlich zurückhaltend die Fragen beantwortet. Die einzige

Lösung bestehe darin, einander zu tolerieren, sich kennen zu lernen und die Probleme offen anzusprechen. Denn Eines wollen

die Ahmadiyyaner auf keinen Fall, versichert er: sich isolieren. "Die Weisheit ist eine verlorene Sache für die gläubigen Muslime,

sie sollen sie finden und annehmen, wo sie ihr begegnen", zitiert der Imam den Propheten Ahmad. Überall gebe es gute Dinge,

die die Muslime übernehmen sollen. Zu allererst gelte es allerdings, die Sprache zu lernen. Jeden Freitag predige er deshalb in

Deutsch. Jeder sei dabei willkommen.

Die Ahmadiyyaner sind friedliche Muslime, bestätigt Innensenator Ehrhart Körting (SPD). Beim Verfassungsschutz liegen keine

Erkenntnisse über mögliche Gefahren vor, die von ihnen ausgehen könnten. Im Gründungsland. Pakistan, werden die

Ahmadiyyaner verfolgt, weil sie mit ihrem Namensgeber Ahmad an einen eigenen Propheten glauben. Die Integration in ihre neue

Heimat sei Bestandteil des Glaubens. "Wenn wir in Heinersdorf sind, bin ich voller Hoffnung, dass die Heinersdorfer kommen und

sich informieren", hofft Tariq auf ein friedliches Miteinander.

Bis dahin ist es jedoch ein weiter Weg. Joachim Swietlik wohnt gegenüber der geplanten Moschee und ist Vorsitzender der

Interessengemeinschaft Pankower und Heinersdorfer Bürger (Ipahb), die sich vehement gegen die Moschee wendet.

"Wer soll denn hier integriert werden", fragt er und gibt die Antwort gleich selbst. "Von den 6500 Heinersdorfern ist keiner Muslim."

Swietlik und die anderen Vereinsmitglieder wundern sich daher, warum die Muslime ausgerechnet in Heinersdorf eine eigene

Moschee bauen wollen. Swietlik sitzt im Büro des Vereins, direkt neben dem Bauplatz der Ahmadiyyaner im Vereinsbüro.

Der Gebäudekomplex gehörte zu einer Sauerkrautfabrik aus DDR-Zeiten, die vom benachbarten Heizkraftwerk beliefert wurde.

Auch der Vereinsvorsitzende hat trotz der Querelen nie seine ausgleichende Art verloren.

Sechs Mal ist bereits zu Streitgesprächen mit Imam Abdul Basit Tariq gekommen. Beide respektieren sich, auf einen gemeinsamen

Nenner werden sie allerdings wohl nicht mehr kommen.

Swietlik sieht sich in einer schlechten Position. Der Verein werde von allen Seiten angegriffen. Sie würden als Nazis diffamiert,

dabei habe er sich erst zur Mitarbeit im Verein entschieden, als er sicher war, dass keine ausländerfeindlichen Motive dahinter

steckten. Dennoch sind die Rechtsradikalen ein Problem. Sie wollen die Anti-Moschee-Stimmung nutzen, organisieren eigene

Veranstaltungen und mischen sich unter die Demonstranten des Vereins. Von den Politikern - ausgenommen der Pankower

CDU - fühlt sich der Verein ebenfalls alleingelassen. Alle anderen Fraktionen befürworten den Moscheebau.

Der PDS-Bundestagsabgeordneten Petra Pau drohte der Verein rechtliche Schritte an, weil sie in einer Fernsehsendung behauptet

habe, der Verein sei von der NPD übernommen worden.

Neuerdings hat sich ein Gegenverein mit dem Namen "Heinersdorf öffne dich" gegründet, der den Bau der Moschee ebenfalls

unterstützt. Und die linke Antifa stelle die Vereinsmitglieder öffentlich bloß. "Wir sitzen zwischen allen Stühlen", sagt Swietlik.

Dabei sei der Verein nicht grundsätzlich gegen den Bau von Moscheen. "Aber solch ein Bau sollte am Ende einer Entwicklung

stehen", fordert Swietlik. Die Aufregung sei bei anderen Projekten nicht so groß, weil in Neukölln und Kreuzberg Muslime stark

vertreten seien und die Gotteshäuser "da logisch hingehören" - in Heinersdorf dagegen nicht, findet er.

Zudem misstrauen die Heinersdorfer den Muslimen. "Die Leute fühlen sich verschaukelt", sagt Swietlik. Einerseits poche Tariq auf

die Religionsfreiheit, andererseits fordere er für die gläubigen Mädchen Ausnahmen, zum Beispiel die Befreiung vom

Schwimmunterricht in der Schule. Auf einer Veranstaltung hätte der Imam die Möglichkeit des Verzichts des Neubaus signalisiert,

bei einem anderen Termin dagegen auf den Standort Heinersdorf bestanden. "Wie soll man Vertrauen gewinnen, wenn man sie

bei lauter kleinen Unwahrheiten erwischt", klagt der Vorsitzende.

Und das Misstrauen wächst weiter. Der benachbarte ehemalige Rangierbahnhof Pankow soll verkauft werden, heißt es in

Heinersdorf. Schon keimt die Befürchtung auf, die Ahmadiyyaner wollen das Grundstück ebenfalls kaufen und ihre Deutschland-Zentrale

von Mannheim nach Berlin verlegen.

Immer neue Gerüchte wabern durch den Stadtteil. Besonders verunsichert hat die Anwohner, dass die Gemeindemitglieder vor ein

paar Wochen angefangen haben, die Bäume auf dem Grundstück zu fällen. Vergangenen Sonntag war es wieder soweit.

"Da glühten hier die Telefondrähte sofort", sagt Swietlik. Es habe eine zeitlang gedauert, die Gemüter wieder zu beruhigen.
Kurz vor Weihnachten hat der Bezirk nun offiziell die Baugenehmigung für die Moschee erteilt.

"Schöne Bescherung", sagt ein Vereinsmitglied. Da ist er wieder: Der Heinersdorfer Galgenhumor.

                                                                                                                                                                      im Original lesen

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Lichterkette gegen Moschee geplant                                                                                              Tagesspiegel vom 27.12.2006

Pankower kritisieren Baugenehmigung

Nachdem das Bezirksamt Pankow vergangenen Freitag den Bau einer Moschee im Stadtteil Heinersdorf genehmigt hat, haben

Anwohner Protestaktionen angekündigt. Die Interessengemeinschaft Pankow-Heinersdorfer Bürger (ipahb) will am heutigen

Mittwoch ab 18 Uhr eine Lichterkette entlang der Tiniusstraße organisieren, wo die Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde ihr Gotteshaus

errichten will. Ein entsprechender Antrag soll heute früh bei der Polizei eingereicht werden, bestätigte Joachim Swietlik,

Vorsitzender der ipahb. „Den Leuten so eine Entscheidung auf den Gabentisch zu packen, ist dreist“, sagte Swietlik mit Hinblick

auf den Zeitpunkt der Genehmigung. Er kritisierte, dass die Genehmigung trotz des massiven Widerstands der Bevölkerung erteilt

worden ist. Im vergangenen halben Jahr habe die ipahb mehr als 6000 Unterschriften gegen die Moschee gesammelt. Sie wird

von den Anwohnern mit der Begründung abgelehnt, dass in dem Gebiet keine Muslime wohnen würden. Auch sei nichts über die

Ziele der Religionsgemeinschaft bekannt. „Wir sind zwar mit Vertretern der Gemeinde schon mehrfach in Dialog getreten, diese

Versuche haben aber immer wieder neue Fragen aufgeworfen“, sagte Swietlik. Eine zugesicherte Informationsbroschüre, mit

denen die Gemeinde die Vorbehalte der Bürger hätte zerstreuen können, sei nicht verteilt worden. „Die Lichterkette soll ein

Zeichen dafür sein, dass wir mit einer solchen Vorgehensweise nicht einverstanden sind.“ Den Erfolg der Aktion schätzt Swietlik

jedoch realistisch ein: „Die Gesetzeslage deckt den Bau ab.“

hey                                                                                                                                              im Original lesen

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Umstrittener Moscheebau genehmigt                                                                                              Tagesspiegel vom 24.12.2006

Baubeginn in Pankow für Februar geplant. Anwohner kündigen Proteste an

Nach eingehender Prüfung hat das Bezirksamt Pankow dem Antrag der Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde auf Bau einer Moschee in

Heinersdorf stattgegeben. Eine Genehmigung wurde erteilt, das bestätigte gestern auf Anfrage Gemeindevorsitzender Abdullah

Uwe Wagishauser. Der geplante Bau an der Tiniusstraße 5 könne „ohne besondere Auflagen“ erfolgen, sagte er. Jetzt stehe die

Ausschreibung für das Objekt an. Mit dem Baubeginn für das zweigeschossige Haus mit Zwölf-Meter-Minarett rechnet er für

Februar. „Das hängt von der Witterung ab.“ Geschätzte Kosten: eine Million Euro.
Die Gemeinde sitzt derzeit noch in einem Zentrum in Reinickendorf. Seitdem sie sich um die Errichtung eines Gotteshauses im

Ostteil der Stadt bemüht, hatte es immer wieder Proteste von Heinersdorfer Bürgern gegeben. Der CDU-Ortsverband bezeichnete

die Struktur der Gemeinde als „undemokratisch, vermutlich sogar totalitär“. Dennoch kommt für die Gegner die Genehmigung nicht

überraschend. „Wir hatten damit gerechnet“, sagte René Stadtkewitz, Kreisvorsitzender und baupolitischer Sprecher der CDU-Fraktion

im Abgeordnetenhaus. Den Zeitpunkt zur Bekanntgabe – kurz vor Weihnachten – bezeichnete er als unglücklich.

„Viele Fragen der Bevölkerung sind noch nicht beantwortet worden.“ Er forderte daher Vertreter der Gemeinde auf, in einen Dialog

mit den Anwohnern zu treten. Konflikte könnten im Gespräch leicht beseitigt werden, schließlich gehe es darum, dass

„zwei unterschiedliche Lebensvorstellungen in einem Stadtteil zusammenfinden sollen.“ Stadtkewitz äußerte Verständnis dafür,

dass Bürger derzeit eine Protestveranstaltung für den kommenden Mittwoch organisieren.

hey                                                                                                                                              im Original lesen

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Lichterkette gegen Moschee geplant                                                                                                               Tagesspiegel vom 27.12.2006

Pankower kritisieren Baugenehmigung

Nachdem das Bezirksamt Pankow vergangenen Freitag den Bau einer Moschee im Stadtteil Heinersdorf genehmigt hat, haben

Anwohner Protestaktionen angekündigt. Die Interessengemeinschaft Pankow-Heinersdorfer Bürger (ipahb) will am heutigen

Mittwoch ab 18 Uhr eine Lichterkette entlang der Tiniusstraße organisieren, wo die Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde ihr Gotteshaus

errichten will. Ein entsprechender Antrag soll heute früh bei der Polizei eingereicht werden, bestätigte Joachim Swietlik,

Vorsitzender der ipahb. „Den Leuten so eine Entscheidung auf den Gabentisch zu packen, ist dreist“, sagte Swietlik mit Hinblick

auf den Zeitpunkt der Genehmigung. Er kritisierte, dass die Genehmigung trotz des massiven Widerstands der Bevölkerung erteilt

worden ist. Im vergangenen halben Jahr habe die ipahb mehr als 6000 Unterschriften gegen die Moschee gesammelt. Sie wird

von den Anwohnern mit der Begründung abgelehnt, dass in dem Gebiet keine Muslime wohnen würden. Auch sei nichts über die

Ziele der Religionsgemeinschaft bekannt. „Wir sind zwar mit Vertretern der Gemeinde schon mehrfach in Dialog getreten, diese

Versuche haben aber immer wieder neue Fragen aufgeworfen“, sagte Swietlik. Eine zugesicherte Informationsbroschüre, mit

denen die Gemeinde die Vorbehalte der Bürger hätte zerstreuen können, sei nicht verteilt worden. „Die Lichterkette soll ein

Zeichen dafür sein, dass wir mit einer solchen Vorgehensweise nicht einverstanden sind.“ Den Erfolg der Aktion schätzt Swietlik

jedoch realistisch ein: „Die Gesetzeslage deckt den Bau ab.“

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Umstrittener Moscheebau genehmigt                                                                                                              Tagesspiegel vom 24.12.2006

Baubeginn in Pankow für Februar geplant. Anwohner kündigen Proteste an

Nach eingehender Prüfung hat das Bezirksamt Pankow dem Antrag der Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde auf Bau einer Moschee in

Heinersdorf stattgegeben. Eine Genehmigung wurde erteilt, das bestätigte gestern auf Anfrage Gemeindevorsitzender Abdullah

Uwe Wagishauser. Der geplante Bau an der Tiniusstraße 5 könne „ohne besondere Auflagen“ erfolgen, sagte er. Jetzt stehe die

Ausschreibung für das Objekt an. Mit dem Baubeginn für das zweigeschossige Haus mit Zwölf-Meter-Minarett rechnet er für

Februar. „Das hängt von der Witterung ab.“ Geschätzte Kosten: eine Million Euro.
Die Gemeinde sitzt derzeit noch in einem Zentrum in Reinickendorf. Seitdem sie sich um die Errichtung eines Gotteshauses im

Ostteil der Stadt bemüht, hatte es immer wieder Proteste von Heinersdorfer Bürgern gegeben. Der CDU-Ortsverband bezeichnete

die Struktur der Gemeinde als „undemokratisch, vermutlich sogar totalitär“. Dennoch kommt für die Gegner die Genehmigung nicht

überraschend. „Wir hatten damit gerechnet“, sagte René Stadtkewitz, Kreisvorsitzender und baupolitischer Sprecher der CDU-Fraktion

im Abgeordnetenhaus. Den Zeitpunkt zur Bekanntgabe – kurz vor Weihnachten – bezeichnete er als unglücklich.

„Viele Fragen der Bevölkerung sind noch nicht beantwortet worden.“ Er forderte daher Vertreter der Gemeinde auf, in einen Dialog

mit den Anwohnern zu treten. Konflikte könnten im Gespräch leicht beseitigt werden, schließlich gehe es darum, dass

„zwei unterschiedliche Lebensvorstellungen in einem Stadtteil zusammenfinden sollen.“ Stadtkewitz äußerte Verständnis dafür,

dass Bürger derzeit eine Protestveranstaltung für den kommenden Mittwoch organisieren.

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Kriegerische Thesen in Neukölln                                                                                                                      Tagesspiegel vom 29.11.2006

 

Ein Vortrag zum Thema Migranten und Terror erregte Zuhörer im Rathaus

Die hohe Geburtenrate unter Muslimen ist die Ursache für die wachsende Terrorgefahr – das behauptet der Soziologe Professor

Gunnar Heinsohn. Es gebe in über 100 Krisenregionen einfach zu viele junge Männer ohne Perspektive. „Und das sind alles

potenzielle Krieger“, sagt Heinsohn. Es ist eine seiner umstrittenen Thesen, die er am Montagabend im Rathaus Neukölln auf

Einladung der Wohnungsbaugesellschaft „Stadt und Land“ vortrug. Ulrika Zabel vom Migrationsdienst der Caritas fragte sich danach:

 „Was will man mit so einem Vortrag für Neukölln erreichen?“ Eigentlich wollte sie danach in der U-Bahn etwas lesen, aber sie

konnte nicht. Zu sehr hätten sie die Worte des Professors aufgewühlt.
Heinsohn hat an der Universität Bremen einen Lehrstuhl für Sozialpädagogik inne und gilt als „Völkermordexperte“. Die Atmosphäre

seines Vortrags im abgedunkelten Saal der Bezirksverordnetenversammlung war gespenstisch. Er kritisierte, dass viele Staaten,

darunter auch Deutschland, die hohen Geburtenraten der „Bildungsfernen“ mit üppigen Transferleistungen unterstützen.

„Die Karrierefrau braucht das Geld nicht, aber die bildungsfernen Schichten kumulieren die Leistungen dadurch, dass sie immer

mehr Kinder bekommen“, so Heinsohn. Dadurch gebe es weltweit auch immer mehr „potenzielle Krieger“. In Deutschland seien es

vor allem die Migranten, die auf diese Weise an Geld kämen. „Spätestens in 50 Jahren wird Deutschland dann muslimisch sein“,

prophezeit der Professor. Dort, wo die Transferleistungen an Forderungen geknüpft wurden, hätten sich die Geburtenraten und die Konflikte

verringert. Als Beispiele nannte er den Libanon, Algerien und Tunesien. In Deutschland gebe es zudem zu viele unqualifizierte Migranten.

Deshalb fordert er ein Umdenken. Als Beispiel dafür führte er Kanada an, wo man „erst mal 90 000 Dollar hinlegen muss, um rein zu dürfen“.

Dass Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg eine so friedliche Entwicklung genommen habe, liegt für Heinsohn nur daran, dass den

Deutschen die „potenziellen Krieger“ ausgegangen seien „und nicht an dem ethisch-diskursiven Geseier.“ Es sind Sätze wie diese, die viele

im Saal verstören. „Über vieles kann man ja diskutieren, und einiges hat seine Berechtigung, aber diese subtile und populistische

Argumentation – das war teilweise menschenverachtend und diskriminierend“, sagt Zabel. In Neukölln habe man einen guten Weg

eingeschlagen und „da fragt man sich schon, was so etwas dann soll“. Auch Ülker Radziwill, Vorsitzende der Arbeitsgruppe Migration der

SPD, reagierte verstört: „Ich habe nicht alles gehört, aber das, was ich mitbekommen habe, hat mich überrascht und schockiert.“

Doch nicht alle empfanden Heinsohns Thesen als Zumutung. „Man muss ja nicht alles teilen“, sagt die Stellvertretende Neuköllner SPD-Fraktionsvorsitzende Eva-Marie Schoenthal. Auch Bijan Atashgahi von der SPD-Fraktion fand den Vortrag „nicht schlecht“. Endlich habe

man einen Beweis für das, was Bürgermeister Heinz Buschkowsky schon lange sage. Dieser war aus gesundheitlichen Gründen nicht

gekommen. Aber er hatte den Anstoß zum Heinsohn-Vortrag gegeben. Rudolf Kujaht, Geschäftsführer von „Stadt und Land“, unterstützte

den Bürgermeister und versuchte die Frage nach der Intention zu beantworten: „Wir wollen zum Nachdenken

anregen mit etwas, was man sonst nicht zu hören bekommt.

Christian Tretbar                                                                                                                im Original lesen

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Befürworter der Moschee werden aktiv                                                                                                        Berliner Zeitung vom 14.11.2006

Internetforum und Plakataktion angekündigt

Stefan Strauß

HEINERSDORF. Eine neue Anwohnerinitiative will gegen den schlechten Ruf antreten, der Heinersdorf im Zusammenhang mit dem Streit

um eine Moschee anhängt. "Längst nicht alle Heinersdorfer sind gegen den Moscheebau", sagt Gerd Müller. Der 26-jährige Student hat

gemeinsam mit 25 Anwohnern die Initiative "Heinersdorf öffne dich!" gegründet. Die Gruppe stehe für ein "tolerantes und gastfreundliches

Heinersdorf", sagt Müller. Die Gründungsmitglieder, darunter Künstler, Medienschaffende, Politiker und Kirchenvertreter, bekennen sich zur Religionsfreiheit und der ungehinderten Religionsausübung. "Wir nehmen die Ängste vor bevorstehenden Veränderungen ernst. Wir stehen

für einen Dialog der unterschiedlichen Gruppen, um Ängste zu überwinden und zu einem respektvollen Miteinander beizutragen", heißt es in den Grundsätzen. Auf einer eigenen Internetseite soll es künftig Informationen, Diskussionen und einen Dialog über den geplanten Moscheebau,

Religion und Islam geben. Geplant sind auch Workshops und Vorträge zu diesen Themen. Am Freitag treten die Initiatoren erstmals in der

Öffentlichkeit auf. In der Romain-Rolland-Straße haben sie eine Werbeplakatwand gemietet. Darauf wird sich die Initiative mit ihren Grundsätzen

und der Internetplattform vorstellen. Passanten können auf die Wand ihre Meinung schreiben. "Wir sind ein Forum für alle, die sich bisher

zurückgehalten haben", sagt Müller. Viele Heinersdorfer hätten sich lange nicht getraut, sich vor Bekannten und Nachbarn als Befürworter der

Moschee zu bekennen. Bis zum Jahresende will das Bauamt Pankow darüber entscheiden, ob die Ahmadiyya Muslim Gemeinde an der

Tiniusstraße bauen darf. Einen positiven Bauvorbescheid hat die Gemeinde bereits erhalten. Auf einem 4 000 Quadratmeter großen

Grundstück soll ein zweigeschossiger Neubau mit Kuppel und Minarett errichtet werden. (str.)

Im Internet: www.heinersdorf-oeffne-dich.de                                                                               im Original lesen

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Gegner der Moschee wollen klagen                                                                                                              Berliner Zeitung vom 10.11.2006

Behörde entscheidet bis Jahresende über Bauantrag

Stefan Strauß

PANKOW. Die "Initiative Pankower und Heinersdorfer Bürger" (IPAHP) will jetzt auf juristischem Wege verhindern, dass die

Ahmadiyya Muslim Gemeinde an der Tiniusstraße im Ortsteil Heinersdorf eine Moschee baut. "Es gibt baurechtliche Bedenken und

berechtigte Zweifel", sagt IPAHB-Vorsitzender Joachim Swietlik.

Rechtsanwälte durften sich im Auftrag der Initiative im Pankower Stadtplanungsamt die Bauunterlagen der Gemeinde anschauen,

allerdings nicht als juristische Vertreter der IPAHB, sondern als Anwälte einer Eigentümergemeinschaft für ein Grundstück,

das neben dem geplanten Standort der Moschee liegt. Bei den Unterlagen habe es sich um Akten des Bauvorbescheids gehandelt,

heißt es aus der Behörde. In das laufende Genehmigungsverfahren haben die Anwälte jedoch keinen Einblick.

Der Bauantrag für die erste Moschee, die im Ostteil Berlins gebaut werden soll, liegt seit August im Bezirksamt Pankow.

"Wir warten jeden Tag auf den positiven Bescheid", sagt der Imam der Gemeinde, Abdul Basit Tariq. Doch die Gemeinde muss sich

noch gedulden. Im Bezirksamt will niemand sagen, wie lange das Genehmigungsverfahren noch dauern wird. Man rechne aber noch

in diesem Jahr mit einem Ergebnis, heißt es.

Die Moschee-Gegner kündigen indes erneut eine Demonstration durch Pankow an, für den Fall, dass die Moschee genehmigt wird.(str.)

                                                                                                                                                     im Original lesen

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Bauantrag für Moschee vor Entscheidung                                                                                            Berliner Morgenpost vom 21.10.2006

dpa. Der Bauantrag der Ahmadiyya Muslim Gemeinde für eine Moschee in Heinersdorf steht vor der Entscheidung. Laut der

Pankower Kulturstadträtin Almuth Nehring-Venus (Linkspartei.PDS) befindet sich das Genehmigungsverfahren in der Endphase.

Der Bauantrag für ein Gemeindezentrum mit Moschee samt einem zwölf Meter hohen Minarett war Anfang August eingereicht

worden. Wenn er nicht grundsätzlich vom rechtsgültigen Bauvorbescheid abweicht, gilt die Genehmigung als sicher. Gegen das

Vorhaben - es wäre der erste Moscheebau im Ostteil Berlins - gibt es seit Monaten Anwohner-Proteste. Unterstützt werden sie dabei

von der CDU. Ein von er Interessengemeinschaft Pankow-Heinersdorfer Bürger initiiertes Bürgerbegehren hatte das Bezirksamt

jedoch als verfassungswidrig abgelehnt. Kritiker der Proteste verweisen auf die vom Grundgesetz garantierte Religionsfreiheit in

Deutschland.

Dem Berliner Zweig der Ahmadiyya Muslim Gemeinde ist das bisherige Haus im Bezirk Reinickendorf zu klein geworden.

Deshalb hatte die Gemeinde nach einem größeren Grundstück gesucht und schließlich ein früheres Gewerbegelände in der

Tiniusstraße in Heinersdorf gekauft. Der Verfassungsschutz hält die Gemeinde für friedlich.

                                                                                                                                                            im Original lesen

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Ich bin gelangweilt und islamübersättigt                                                                                              Berliner Morgenpost vom 01.10.2006

 

Diese Woche - Von Eckhard Fuhr

Diese Woche ist es mir zu viel geworden. Ich bin islamübersättigt. Selbst dort, wo er nicht ist, kommt man am Islam nicht mehr vorbei.
Der Islam hat von uns Besitz ergriffen. Zum Beispiel hat die Tatsache, dass kein Muslim sich bisher über Hans Neuenfels'

"Idomeneo"-Inszenierung beschwert, kein Islamist mit Anschlägen gegen die Deutsche Oper gedroht und kein Sicherheitsorgan eine

konkrete Gefahr ausgemacht hat, dazu geführt, dass die Mozart-Oper aus Angst vor möglichen muslimischen Reaktionen vom

Spielplan genommen wurde. Jetzt fordert ausgerechnet die deutsche Islamkonferenz deren Wiederaufnahme und kündigt an,

eine Aufführung besuchen zu wollen. So wird also aus der Oper ein Islamereignis.

Ich will es einmal wie der fundamentalistische Hesse Roland Koch in brutalstmöglicher Offenheit sagen: Der Islam langweilt mich.

Der interreligiöse und -kulturelle Dialog langweilt mich auch. Über was soll man denn sprechen? Die wichtigen Dinge - Freiheit,

Gleichheit, Brüderlichkeit, Ess-, Trink- und Liebesgewohnheiten, die Ablehnung jeder Zensur von Bild, Wort und Schrift - sind für

mich nicht verhandelbar. Mir ist es egal, ob ein strenggläubiger Muslim dafür Verständnis hat oder nicht, wie er mich beurteilt und

ob er mich bekehren will.

Umgekehrt bin ich nicht im Geringsten neugierig darauf, warum jemand seine Frau nicht in der Öffentlichkeit küsst, sich an strenge

Speisevorschriften hält und wörtlich glaubt, was im Koran steht. Er mag es so halten, aber er muss sich, wenn er in unserem Land

leben will, darüber klar sein, dass unsere Gesetze, Schulen, Zeitungen und Filme und Theater keine Rücksicht darauf nehmen,

was ihn "verletzen" oder "beleidigen" könnte. Er wird Ärger bekommen, wenn er seine Frau schlägt oder seine Töchter gegen ihren

Willen verheiraten will. Sehr wohl aber müssen auch gegen seinen Willen seine Töchter am Sport- und Sexualkundeunterricht

teilnehmen. Schwer zu verstehen ist es nicht. Wer hierherkommt, muss wissen, worauf er sich einlässt. Ich weiß nicht, was man

darüber für einen Dialog führen soll.

Für manche bei uns, so scheint es mir, hat der Islam die Rolle eingenommen, die früher der Kommunismus spielte. Er ist die große

Bedrohung, das andere, das irgendwie auch gefährlich Attraktive - man ächzt schließlich unter Aufklärung und Emanzipation, und

ein bisschen mehr Gehorsam und Disziplin und Respekt vor den Alten könnten ja nicht schaden, denkt man hier und da. So wird der

Islam zum Widerlager des eigenen Selbstbewusstseins. Mich würde es verrückt machen, wenn ich bei allem, was ich tue und lasse,

sage oder für mich behalte, darüber nachdenken müsste, in welchem Verhältnis zum Islam es steht und was es wohl für die Muslime

bedeutet. Ich will sie weder provozieren, noch ist mir ihr Seelenfrieden ein besonderes Anliegen. Ich wäre nie auf die Idee

gekommen, sie mit Karikaturen zu reizen. Warum sollte ich mich über Mohammed lustig machen? Aber wenn sie dann nichts anderes

zu bieten haben als inszenierte religiöse Raserei und organisiertes Beleidigtsein, dann habe ich nur noch eine Bitte: Kameras aus !

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MOSCHEE-BAU                                                                                                                                              Berliner Zeitung vom  28.09.2006

 

Gebet im Hinterhof

ISLAM-KONFERENZ - Vertreter der Muslime in Deutschland und des Staates wollen Grundregeln für das Zusammenleben finden.

Gestern begannen die Verhandlungen - mit einem ersten kleinen Durchbruch.

 

Der Streit in Berlin-Pankow ist exemplarisch. Der dort von der Ahmadiyya Muslim Gemeinde geplante Bau einer Moschee trifft in der

Nachbarschaft auf erheblichen Protest. Bürgerbegehren wurden eingereicht, Demonstrationen organisiert. Nicht nur in Berlin, auch

in anderen Städten schlägt Muslimen Misstrauen entgegen, wenn sie ein repräsentatives Gebethaus errichten wollen. Auslöser für

die Unruhe sind Unsicherheit gegenüber der fremden Religion, Unkenntnis über die Glaubensrichtung und Angst vor

Fundamentalisten. Hinzu kommt für die Bauherren oftmals auch Ärger mit den Behörden - etwa, wenn um die Höhe der Minarette

gestritten wird. Somit gibt es in Deutschland nur wenige prächtige Moscheen wie die Sehitlik-Moschee in Berlin-Neukölln.

Die meisten der über 2 500 Moscheen in Deutschland aber befinden sich in Hinterhöfen und sind eher Gebetsräume denn

Gotteshäuser. Das würden die islamischen Vereine gerne ändern.

Wie dies erreicht kann, wie Berührungsängste zwischen Muslime und Nichtmuslimen abgebaut werden und wie die Vereine den

Nachbarn entgegen kommen können, darüber soll in einer der Arbeitsgruppen der Islamkonferenz diskutiert werden.

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Der Papst bedauert                                                                                                                                             Tagesspiegel vom 17.09.2006

 

Moschee im Dorf

Er bedauert das Missverständnis, bedauert, dass Gefühle verletzt sein könnten – na, das kommt doch einer Entschuldigung sehr

nahe. Und dazu vom Papst! Benedikt zeigt: Unfehlbar ist er nicht. Er wird Fundamentaltheologe und Dogmatiker bleiben; Politiker

wird er nicht mehr. Sein Maßstab ist nicht von dieser Welt, sind nicht diese Tage. Seine Kirche, 2000 Jahre alt, wird nicht an einem

Tag abgerissen, da hat er wohl recht. Nur lebt der Papst dann doch im Hier und Jetzt und muss die „Zeichen der Zeit“

(Matthäus erkennen. Mögen die Katholiken ihre gewaltvolle Zeit hinter sich haben, der Islam steckt noch mittendrin. Aber Achtung:

nicht der gesamte. Darum war es mindestens politisch naiv, wie Benedikt formulierte. Wer scharf denken kann, der muss auch

scharf trennen können. Islamisten sind es, denen man entgegentreten soll, wohl allerdings überlegt. Man muss sie trennen von

denen, die friedlich dem Islam anhängen. Nun, der Papst hat das erkannt, spät, aber nicht zu spät.

Das sollten die islamischen Kritiker auch sehen. Und die Moschee im Dorf lassen.

Cas                                                                                                                                                    im Original lesen

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Vorwurf Volksverhetzung                                                                                                  Berliner Zeitung, 16.09.2006

 

Polizei ermittelt gegen acht Teilnehmer der Demonstration gegen die Moschee                 Stefan Strauss

 

PANKOW. Wegen des Verdachts der Volksverhetzung ermittelt der Staatsschutz gegen acht junge Männer und Frauen. Sie haben

am Donnerstagabend auf einer Demonstration gegen den Bau der Ahmadiyya-Moschee in Heinersdorf ein Transparent mit

vermutlich volksverhetzendem Inhalt bei sich getragen. Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren ein.

Auf dem etwa fünf Meter langen Transparent war eine Moschee mit Minarett abgebildet.

Aus dem Minarett kam eine Sprechblase mit dem Satz:

"Heute gehört uns Kreuzberg und morgen die ganze Welt!" Daneben hatten die Macher "Pankow, aufgepasst!" geschrieben.

Der Festnahme der acht Transparent-Träger durch die Polizei war eine längere Auseinandersetzung mit Ordnern der Demonstration

vorausgegangen. Die Initiative Pankow-Heinersdorfer Bürger (IPAHB) hatte vor Beginn der Demonstration etwa hundert Personen,

die der rechten Szene zuzuordnen waren, mehrfach aufgefordert, am Ende des Zuges zu laufen. Die Polizei zog etwa 30 dieser

Personen aus dem Pulk. Diese sammelten sich am Ende des Zuges. Als sich der rechte Trupp während der Abschlusskundgebung

an der Kirche Alt-Pankow an die Spitze stellte und sein Transparent zeigte, stellten sich Ordner der Anwohnerinitiative demonstrativ

davor. Es kam zu Handgreiflichkeiten zwischen Ordnern und den Transparentträgern. Die Polizei nahm die acht Personen

vorübergehend fest. Sie wurden fotografiert, ihre Personalien festgestellt.

Auch Republikaner und NPD sowie die rechtsgerichtete Bürgerbewegung Pro Deutschland hatten zu der Demonstration aufgerufen.

Der NPD-Bundesvorsitzende Udo Voigt und der Berliner Republikaner-Chef Peter Warnst waren gekommen.

Seit Bekanntwerden der Baupläne protestiert die Bürgerinitiative dagegen. Der jüngste Vorwurf des IPAHB-Vorsitzenden Joachim

Swietlik gegen die Gemeinde lautet, die Moschee werde überwiegend aus deutschen Steuergeldern finanziert. Die meisten

Ahmadiyyas bezögen staatliche Leistungen und müssten davon einen Anteil zum Bau der Moschee spenden. Der Imam der Berliner

Ahmadiyya-Gemeinde, Abdul Basit Tariq, wies diese Behauptung zurück. "Jeder spendet freiwillig, manche viel, manche wenig,

manche gar nichts."                                                                                                                                   im Original lesen